Unser Ortsverein

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu den Mitgliedern unseres Vorstandes sowie zu den Stadträtinnen und Stadträten der SPD. Außerdem erfahren Sie hier mehr zur Geschichte unseres Ortsvereins.

Geschichte der Weilheimer SPD

Der Ortsverein Weilheim wurde am 8. August 1909, im damaligen Gasthof „Zur weißen Rose“ in der Pöltnerstraße, als „sozialdemokratischer Verein“ gegründet. Als Gründer sind bekannt der Brauer Georg Auer und der Schneider Christian Müller.

Im Jahr 1918 stellte der Verein zwei Stadträte. Bei den Kommunalwahlen 1924 erreicht er 13,3 % und 1929 knapp 20% der Stimmen.

1933 wurde die Partei verboten, ihr Vermögen beschlagnahmt, Aufzeichnungen vernichtet. Die SPD Stadträte Hans Korntheuer und Anton Benz wurden im KZ Dachau in Schutzhaft genommen und zur Niederlegung ihrer Mandate gezwungen.

1945 formierte sich die Partei neu und gewann im Jahr 1946 auf Anhieb 31,2 % der Wählerstimmen.

Hans Korntheuer wurde 2. Bürgermeister und Vize-Landrat. Im gleichen Jahr gewannen die Sozialdemokraten bei der Kreistagswahl 38,3 %. Hans Korntheuer war, gemeinsam mit seiner Frau Anni, Gründer der Weilheimer Arbeiterwohlfahrt.

Von 1948 bis 1976 war Julius Brandt 28 Jahre Mitglied des Stadtrates und Anfang der 60er Jahre zweiter Bürgermeister sowie Bezirks- und Kreisrat.

Prägend für den SPD Ortsverein war Stadtapotheker Dr. Dr. Klaus Schuster, der 1988 als Bürgermeisterkandidat großen Zuspruch hatte, jedoch den Wahlsieg knapp verpasste. Leider ist Klaus Schuster anschließend freiwillig aus dem Leben geschieden.

Eine weitere prägende Person in den 80er und 90er Jahren war der SPD-Fraktionsvorsitzende Lorenz Erhardt, seines Zeichens auch Vorsitzender und treibende Kraft der Naturfreunde Weilheim.

Der nachfolgende Fraktionsvorsitzende, Fritz Bentenrieder, auch Vorsitzender des Motorsportclubs Weilheim, führte die Geschicke der Weilheimer SPD in der Folge.

Sein Fraktionsmitglied, Inge Radzuhn, war kurzzeitig Ortsvorsitzende, und ist das bislang letzte Mitglied des SPD Ortsvereins im Kreistag Weilheim-Schongau gewesen. Ebenso zu nennen: Mathias Markl, Stadtrat in den 70er bis 90er Jahren und damals auch Vorsitzender des Vereins der Freunde des Obst- und Gartenbaus Weilheim.

In den 90er Jahren war Armin Promberger Vorsitzender und 1996 Bürgermeisterkandidat. Er trat 1997 vom Vorsitz zurück, um sich ganz auf die von ihm mit initiierte Aktion 25 zur Verkleinerung von Schulklassen zu konzentrieren. Armin Promberger blieb, bis zu seinem plötzlichen Tod im Herbst 1999, Mitglied des Weilheimer Stadtrats.

Ihm folgte Markus Roick, damals mit 18 Jahren jüngster Ortsvorsitzender Deutschlands. Auf Initiative der Jusos und insbesondere durch den Einsatz von Markus Roick und seinen beiden Nachfolgern bei den Jusos, Eric Sangar und Nabil Temori, wurde in Weilheim ein Jugendparlament ins Leben gerufen und auch gewählt, dessen Vorsitzender Temori von 2000 bis 2022 war.

Die Nähe des Ortsvereins wiederum zur Arbeiterwohlfahrt und dessen hoch angesehener Auslandhilfe nach Rumänien verkörperte der langjährige Stadtrat und spätere Fraktionsvorsitzende, Gerhard Trautinger.

Im Jahr 2000 wurde Ingo Remesch zum Ortsvorsitzenden gewählt. Im Jahr 2002 wurde Remesch als unterlegener SPD Bürgermeisterkandidat mit Unterstützung der neu gegründeten Bürger für Weilheim (BfW) dennoch 2. Bürgermeister. Remesch blieb zwölf Jahre im Amt und löste Gerhard Trautinger anschließend als Fraktionsvorsitzender ab.

Damaliges Fraktionsmitglied Horst Martin war 2014 Nachfolger als 2. Bürgermeister. Bis heute vertritt er gemeinsam mit Bernhard Kerscher unsere Politik im Weilheimer Stadtrat.

Im Jahr 2008 wurde Helmut Vasak-Wienchol, Mit-Organisator des in Weilheim überaus beliebten Weilkult Festivals, zum Ortsvorsitzenden gewählt. Unter seiner und Stadträtin Petra Arneth-Manganos Regie erfolgte im Jahr 2009 das festliche Jubiläum zum 100 jährigen Bestehen des SPD Ortsvereins Weilheim. Der Anlass wurde mit einer Festveranstaltung und anschließenden „Roten Ball“ in der Weilheimer Stadthalle begangen. Zum Dank an die Bevölkerung wurde eine Sitzbank mit Bücherkiste an der Münchner Straße aufgestellt.

Nachfolger von Helmut Vasak-Wienchol als Ortsvorsitzender war Dominik Streit, womit, mit dessen Nachfolger Felix Henkel und jetzt Inge Bias-Putzier, die Gegenwart erreicht ist.

Viele ehemalige Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion sind heute noch sehr aktiv im Ortsverein und bringen sich in das gesellschaftliche Leben ein. Etwa die Künstlerin Beate Oehmann, die u.a. schon mehrfach die Stadt mit ihren großen Fahnen, den "Windsbräuten" geschmückt hat, und Hella Krzmarsch, die in den 70er Jahren den "Aufruf zur Phantasie" mit Sigi Zimmerschied und Ottfried Fischer nach Weilheim brachte. Peter Schwarz, der über viele Jahre unsere Veranstaltungen mit technischem Knowhow begleitet hat, sowie Michael Lorbacher, der stets mit rechtlicher Expertise zur Verfügung steht und heute u.a. im Förderverein der Musikschule wichtige ehrenamtliche Arbeit leistet.

Ingo Remesch im Februar 2025
Historische Quellen: Stadtarchiv