Neujahrsempfang: Starke Kommunen brauchen Handlungsspielräume

Inge Bias-Putzier mit Michael Schrodi
(c) Susanne Kohler

13. Januar 2026

Was für ein Auftakt ins neue Jahr! Unser Neujahrsempfang 2026 im Stadttheater Weilheim war ein echtes Fest – mit vollem Haus, intensiven Gesprächen und einer spürbaren Aufbruchsstimmung. Herzlichen Dank an alle Gäste aus Politik, Vereinen und Stadtgesellschaft sowie an alle Besucherinnen und Besucher für die Heiterkeit, die mutmachenden Begegnungen und die anregenden Diskussionen.

Handlungsfähigkeit als Schlüsselfrage

Ortsvereinsvorsitzende Inge Bias-Putzier eröffnete den Neujahrsempfang mit einem klaren Gedanken: Demokratie braucht handlungsfähige Kommunen. Entsprechend stand eine Frage im Zentrum des Vormittags, die viele Städte und Gemeinden umtreibt: Wie bleibt kommunale Handlungsfähigkeit erhalten, wenn die Kassen eng sind – und wie kommen Investitionsmittel dort an, wo sie wirklich gebraucht werden?

Henkel übersetzt die Herausforderungen für Weilheim

Bürgermeisterkandidat Felix Henkel seine Rede sehen Sie hier knüpfte daran an und übersetzte diesen Anspruch in konkrete Hebel für Weilheim: vorausschauende Planung und professionelles Fördermanagement, die systematische Einbindung von Bürgerexpertise sowie eine moderne, leistungsfähige Verwaltung. Nur wenn Kommunen ihre Spielräume aktiv erweitern, so Henkel, können sie bezahlbares Wohnen, funktionierende Infrastruktur und verlässliche Daseinsvorsorge sichern – und damit Vertrauen in die Demokratie stärken.

Ein hochkarätiges Podium

Im anschließenden Gespräch brachten Michael Schrodi, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, und Falk Sluyterman, Bürgermeister von Schongau und SPD-Landratskandidat, die Perspektiven aus Bund und kommunaler Praxis zusammen. Diskutiert wurde, wie große Infrastrukturprogramme des Bundes ihre Wirkung entfalten können – und warum dafür vorbereitete Kommunen mit klaren Prioritäten und starken Verwaltungen entscheidend sind.

Wertschätzung für die Stadtgesellschaft

Ein besonderes Augenmerk galt der Rolle der Weilheimer Stadtgesellschaft: Bürgerexpertise – etwa aus der Agenda 21 – könne Entscheidungen verbessern, Kosten senken und die Verwaltung entlasten, so Henkel. Beteiligung mit echtem Output stärke nicht nur Projekte, sondern auch die demokratische Kultur vor Ort.

Appell der SPD an Weilheim: Gemeinsam Handeln

In ihrem Schlusswort appellierte Inge Bias-Putzier noch einmal an die Anwesenden, den Zusammenhalt unter demokratischen Parteien und der Zivilgesellschaft weiter zu fördern und zu stärken. Sie verwies auf das Bekenntnis des Stadtrats zur Demokratie und forderte neben den Parteien und Kirchen, Vereine, Unternehmen und Verbände auf, sich dem Bekenntnis zur Demokratie anzuschließen.

Musikalisch begleitet wurde der Vormittag vom Jakob-Lakner-Duo, das dem Gespräch Raum zum Nachhallen gab. Ein großes Dankeschön gilt unseren Gesprächsgästen für die klaren Perspektiven – und ganz besonders allen Stadtratskandidatinnen und -kandidaten, die so zahlreich vertreten waren. Was für ein starkes Team!

Danke an alle, die diesen Neujahrsempfang möglich gemacht haben. Wir nehmen Rückenwind mit – für starke Kommunen, kluge Investitionen und eine Demokratie, die vor Ort wirkt.

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